Die eigenen Zähne möglichst ein Leben lang behalten, ist das realistisch? Aktuelle Langzeitdaten der 6. Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6) machen Mut. Sie zeigen: Gute Mundhygiene, regelmäßige Vorsorge und eine frühzeitige Behandlung können entscheidend dazu beitragen, die Zähne bis ins hohe Alter gesund zu erhalten.
Gute Nachrichten für unsere Zähne
Wie entwickelt sich die Mundgesundheit über viele Jahre hinweg? Dieser Frage geht die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie nach. 2026 wurden neue Ergebnisse der Langzeituntersuchung veröffentlicht. Dafür wurden Menschen verschiedener Altersgruppen nach mehreren Jahren erneut zahnmedizinisch untersucht. Ein Ergebnis fällt besonders positiv auf: Bei den untersuchten Seniorinnen und Senioren im Alter von 73 bis 82 Jahren hatten 40 Prozent innerhalb von knapp zehn Jahren keinen einzigen weiteren Zahn verloren.
Das zeigt: Zahnverlust ist keineswegs eine unvermeidbare Begleiterscheinung des Älterwerdens. Mit der richtigen Vorsorge können die eigenen Zähne heute deutlich länger erhalten werden.
Vorsorge bedeutet mehr als „kurz nach Karies schauen“
Vielleicht kennen Sie es: Sie haben keine Zahnschmerzen, das Zahnfleisch macht keine Probleme und eigentlich fühlt sich alles gut an. Warum also zum Zahnarzt?
Gerade darin liegt der Sinn regelmäßiger Kontrolluntersuchungen. Viele Veränderungen an Zähnen und Zahnfleisch verursachen zunächst keine oder kaum Beschwerden. Werden sie früh erkannt, können wir häufig schon mit vergleichsweise kleinen Maßnahmen reagieren.
Bei der Vorsorge achten wir deshalb unter anderem auf Karies, den Zustand vorhandener Füllungen und Zahnersatz sowie auf Veränderungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates.
Besonders wichtig: Das Zahnfleisch im Blick behalten
Die aktuellen Studienergebnisse zeigen auch, wo weiterhin Handlungsbedarf besteht: Bei der Parodontitis. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates.
Das Tückische daran: Eine Parodontitis kann lange bestehen, ohne Schmerzen zu verursachen. Zahnfleischbluten, Mundgeruch, zurückgehendes Zahnfleisch oder später auch lockere Zähne können Hinweise sein. Die Langzeitdaten zeigen, dass sich die Erkrankung insbesondere im mittleren Erwachsenenalter deutlich verschlechtern kann. Es lohnt sich deshalb, nicht erst im höheren Alter auf die Gesundheit des Zahnfleisches zu achten.
Gesunde eigene Zähne sind auch im hohen Alter möglich
Die aktuellen Ergebnisse der 6.Deutschen Mundgesundheitsstudie zeigen vor allem eines: Vorsorge zahlt sich langfristig aus. Moderne Zahnmedizin hat deshalb nicht nur das Ziel, erkrankte Zähne zu reparieren. Noch besser ist es, Erkrankungen möglichst zu vermeiden, früh zu erkennen und die eigenen Zähne langfristig zu erhalten.
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